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Von Magdeburg nach Daressalam ✈️

  • Autorenbild: Nora Klammt
    Nora Klammt
  • 17. Sept. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Sept. 2023


Auch wenn es erst eine Woche her ist, dass ich meine große Reise angetreten habe fühlt sich der Abreisetag jetzt schon an, als wäre er eine halbe Ewigkeit her. Am 09.09. ging es für mich zum Berliner Flughafen, wo dann erstmal der Abschied anstand 😢. Wir haben alle geweint und mit Tränen in den Augen ließ ich alle meine Lieben hinter mir und ging die ersten Schritte in meinem neuen Lebensabschnitt - zunächst alleine. Ein letztes Mal drehte ich mich noch um, um ein Foto von den Menschen zu machen, die mit einem weinenden und einem lachenden Auge winkend da standen. Und mir ging es genau so. Das weinende Auge, da in diesem Moment klar war, dass wir uns für ein Jahr nicht sehen werden. Dass ich einfach nicht mehr in der Nähe bin und wir viele schöne Momente miteinander teilen können. Und das lachende Auge, weil uns allen klar war, dass ich jetzt meinen Traum lebe und eine wunderschöne Zeit haben werde, in der ich viel über die Welt, aber auch über mich selbst lernen werde…


Und dann bog ich um die Ecke und die Tränen liefen weiter. Ich war einfach überwältigt, weil ich nicht wusste, was kommen wird. Ich war so aufgewühlt, dass ich garnicht merkte, wie sich so ein Security-Mensch mir nährte, bis er direkt vor mir stand und fragte, ob alles gut sei. Ich brachte schluchzend ein paar Wortfetzen hervor und er half mir dabei ein paar mal ruhig durchzuatmen. Dann ging ich durch den Sicherheitscheck und wenig später saß ich auch schon im Flieger nach Istanbul. In Istanbul sollte ich dann beim Umsteigen Margarethe treffen.


Der Flug nach Istanbul verging wie im Flug haha. Ne, aber wirklich, ich habe die 3 Stunden damit verbracht ganz fasziniert Filme über meinen eigenen Fernseher vor mir zu gucken und das Flugzeugessen zu genießen 😅. Es war bis jetzt meine längste Flugreise und damit die Erste, bei der es Fernseher und Essen gab. Und es ist das erste Mal, dass ich auf einem anderen Kontinent bin…


Als ich in Istanbul angekommen bin und Margarethe gefunden habe, ist mir nochmal so richtig bewusst geworden, dass wenn ich gleich ins nächste Flugzeug steige, ich beim Aussteigen wirklich den afrikanischen Kontinent betreten werde. Dass ich dann wirklich ein Jahr weg bin und zwar genau da, wo ich schon immer hin wollte. Trotzdem habe ich schon in diesem Moment gemerkt, dass ich mit meinen Gedanken auch ab und zu Zuhause bin und darüber nachdenke, wie es jetzt wohl wäre, wenn ich da wäre… Aber ich bin mir so so sicher, dass alles gerade so richtig ist, wie es ist. Dass ich genau hier richtig bin und dass ich immer dankbar auf diese Zeit zurück blicken werde.


Weiter im Text 😅. Bis der Flieger abhob, haben Margarethe und ich die Zeit mit ganz viel quatschten gefüllt, was auch wieder richtig gut tat ☺️. Und auch im Flieger haben wir die ersten Stunden durchgängig miteinander geredet, bis uns irgendwann eine Frau vor uns darauf aufmerksam machte, dass wir das ganze Flugzeug unterhalten würden. Upsi 🫣. Außerdem habe ich all die süßen Nachrichten gelesen, die ihr mir geschrieben habt und ich habe mich jedem einzelnen von euch sehr verbunden gefühlt. Ich bin mir sicher, dass wenn ich traurig bin, mir diese schönen Worte immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden… Danke!❤️ Dann gab es Essen und wir haben noch ein wenig geschlafen, weil wir wussten, dass uns noch einiges an Weg bevorsteht.


Gegen 3 Uhr in der Nacht sind wir dann gelandet und ich weiß nicht wie ich es richtig beschreiben soll aber ich war in diesen Sekunden voller Glück und vor allem voller Vorfreude. Nachdem wir dann auch reibungslos durch den Zoll gekommen sind und unser Gepäck wiedergefunden haben hielten wir erstmal Ausschau nach eine Sitzgelegenheit innerhalb des Gebäudes um noch ein paar Stunden zu warten bis es hell werden würde und wir die Reise fortsetzen können. In Dar El Salam ist die Kriminalitätsrate wohl sehr hoch und deswegen wollten wir nichts riskieren. Schon am Flughafen wurde uns auch häufig Hilfe beim tragen der vielen Gepäckstücke angeboten aber wir haben uns tapfer alleine durchgeschlagen weil wir uns so am wohlsten gefühlt haben. Ich muss trotzdem sagen, dass es sehr ungewohnt war und es sollten schon in den nächsten Stunden viele weitere ungewohnte Situationen folgen…


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