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Reisetagebuch Teil 5 (Moshi und Arusha) 🫧

  • Autorenbild: Nora Klammt
    Nora Klammt
  • 21. Juli 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Sonntag, 12.05.2024


Gestern sind Margarethe und ich und unser riesiger Rucksack in Moshi angekommen. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind wurden wir, wie so oft, sofort von vielen Männern belagert, die unser Gepäck tragen wollten und/oder uns eine Fahrgelegenheit andrehen wollten. Wir liefen aber wie immer schnurstracks an allen vorbei und suchten uns eine ruhige Ecke in der wir nachguckten, wie genau wir von diesem Standort zu dem AirBnB kommen würden, was wir am Tag zuvor gebucht hatten. Die Nadel auf der Karte schien garnicht weit von uns entfernt, doch als wir den Gastgeber baten uns die genau Adresse zu schicken mussten wir feststellen, dass das AirBnB eigentlich eine Stunde vom Stadtkern entfernt ist. So hatten wir uns das ganze nicht vorgestellt und wir beschlossen unsere Buchung zu stornieren und auf eigen Faust nach einer Unterkunft für die nächste Nacht zu suchen, die eine bessere Lage hatte. Als wir gerade noch mit unserem Host wegen der Stornierung telefonierten, lief ein Mann an uns vorbei der uns grüßte. Er fragte wo wir herkommen würden und schnell wurde klar, dass wir eine Unterkunft suchten und sein Onkel ein Backpacker Hostel hat. Das war wirklich ein toller Zufall und so liefen wir ihm 10 Minuten hinterher bis wir an der Unterkunft angekommen waren. Es gab noch freie Zimmer und der Preis stimmte auch und so beschlossen wir erstmal hier zu bleiben. Abends waren wir dann noch mit ihm essen und erzählten ihm von unserem Plan noch zu den Hot Springs, also den heißen Quellen, ganz hier in der Nähe zu fahren. Er wollte uns sofort ein Angebot machen mit Taxi für viel Geld, aber wir erklärten, dass wir kein Problem damit haben mit den öffentlichen Kleinbussen, also einem Daladala zu fahren. Der Mann wollte uns verklickern, dass die Dalas gerade wegen starker Regenfälle nicht fahren würden und uns deshalb nur sein Angebot für 240 Dollar blieb, aber davon wollten wir uns selbst erstmal überzeugen, denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass das die einzige Option war. Er meinte, dass wir jetzt auch auf der Stelle wen fragen gehen könnten und so liefen wir gemeinsam zum Dala Stand. Er quatsche kurz mit einem Mann, der dort arbeite und als ich diesen dann auf Englisch fragte sagte er, dass derzeit wirklich keine Dalas fahren würden. Wir vermuten aber ganz stark, dass sich unser Mann mit diesem erst abgesprochen hat, aber wir lassen uns nicht abziehen. Wir bedankten uns für die Auskunft, aber dennoch werden wir morgen auf einige Faust losziehen und schon irgendwie zu den hot springs kommen.



Montag, 13.05.2024


Hab ich’s mir doch gedacht. Margarethe und ich sind für knapp 12€ heute bei den HotSprings gewesen. Von Moshi war es noch eine Stunde Fahrt und so sind wir heute morgen zum Dala-Stand gelaufen, haben rumgefragt welches in die Richtung fährt und sind eingestiegen. Von wegen die Dalas fahren wegen starker Regenfälle nicht. Ich fragte dann den Mann, der uns zu dem richtigen Dala gebracht hatte wie viel die Fahrt für Margarethe und mich kosten würde. Er fragte daraufhin dann einen Mitarbeiter vom Dala und er sagte ihm auf Swahili, dass es 7.000 Tsh (tansanische Schilling) kostet. Der mann übersetzte mir dann diese 7.000 auf Englisch, aber sagte anstatt 7.000, dass es 10.000 kosten würde. Blöd nur für ihn, dass ich so gut Swahili spreche, dass ich vorher schon den korrekten Preis selbst verstanden habe. Ich gab also 7.000 hin und wir stiegen ein. Eine Stunde später kamen wir dann in einem Ort an von dem man aus zu den Hot Springs starten kann. Dort suchten wir nach einer Unterkunft für die Nacht, stellten unsere Sachen ab, zogen einen Bikini an und gingen los. Wir aßen noch etwas und wurden schon regelrecht von Einheimischen belagert, die uns zu den heißen Quellen fahren wollten. Wenn hier weiße Touristen sind, dann eigentlich immer wegen der Quellen. Ich fragte mich so lange durch und verhandelte bis ich einen Bajaji Fahrer fand, der uns zu einem sehr guten Preis fahren wollte. Mit ihm fuhren wir dann zu den Quellen und verbrachten ein paar wunderschöne Stunden dort. Das Wasser war wirklich angenehm warm und es sah wunderschön aus. Es waren auch ein paar Einheimische da, die an einem Seil über das Wasser schwangen und Saltos machten. Das sah echt beeindruckend aus und als die Sonne langsam unterging machten wir uns auch schon auf den Rückweg.



Donnerstag, 16.05.2024


Mittlerweile sind wir schon in Arusha. Gestern morgen sind wir mit einem größeren Dala hier hergefahren und auch wenn wir wieder vorab keine Unterkunft rausgesucht hatten, fanden wir problemlos eine Möglichkeit zum übernachten. Irgendwie haben wir echt immer Glück und jetzt haben wir eine sehr preiswerte Unterkunft mit Top Lage. Wir waren schon auf dem großen Markt und auf einem Second Hand Markt und waren natürlich auch ein paar Souvenirs auf dem riesigen Craft Market shoppen. Arusha ist schon sehr touristisch, aber schließlich ist es von hier auch nicht mehr weit bis zum Kilimajaro, Afrikas größtem Berg, den man von hier aus besteigen kann. Das haben wir aber nicht vor. Wir lassen uns einfach immer durch die Stadt treiben und genießen es einfach hier zu sein. Mit Sehenswürdigkeiten ist es eh immer so ne Sache hier, denn bis auf ein paar Moscheen und dem Markt gibt es an sich nichts angepriesenes Sehenswertes. Aber wir finden doch immer schöne Ecken und haben eine tolle Zeit. Gestern Abend waren wir in einer Bar und ganz unverhofft gab es an diesem Abend einen kleinen Tanzkurs und so fanden sich Margarethe und ich schon eine halbe Stunde nach unserer Ankunft jeweils in den Armen von Einheimischen wieder und wir waren dabei Salsa zu lernen. Mein Tanzpartner war richtig gut und er zeigte mir neben ein paar Standardtänzen auch ein paar seiner Lieblingsschritte, denn er tanzt Afrobeats. Das war echt ein sehr cooler Abend.

In den letzten Tagen haben wir auch einen Mann kennengelernt, der hier in Arusha in einem Kinderheim arbeitet und das haben wir heute besucht. Das war auch sehr spannend zu sehen, denn es war natürlich ganz anders als das Nikolaushaus. Für mich war es erschreckend zu sehen, auf wie engem Raum die Kinder dort leben und dass die kleineren Kinder sogar immer zu zweit oder sogar zu dritt in einem Bett schlafen. Wir haben uns eine Weile unterhalten und die Kinder haben alle ein bisschen was über sich erzählt. Diese Begegnung heute beschäftigt mich sehr, denn auch wenn das Kinderheim eine gute Sache dort ist, war es doch erschreckend zu sehen, wie wenig Platz und auch Privatsphäre die Kinder haben. Spielsachen gab es eigentlich auch so gut wie garnicht und das hat mich echt mitgenommen.

Mittlerweile sind wir auch echt schon eine Weile unterwegs und ich vermisse meine Kinder im Nikolaushaus so sehr… Morgen früh geht es für uns aber auch schon wieder nach Mwanza und dann Sonntag Nacht zurück nach Kemondo und ins Nikolaushaus. Heute Abend steht aber noch ein Highlight an und zwar gibt es hier in Arusha ein PizzaHut und da gehen wir heute Abend essen.






 
 
 

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