Ugandas Hauptstadt Kampala 🕌
- Nora Klammt
- 13. Apr. 2024
- 4 Min. Lesezeit
Der 07. Februar war unser erster richtiger Tag in Kampala. Nach dem Frühstück, was bei unserer Unterkunft mit inklusive war, machten wir uns zu Fuß auf Richtung Mall. Das war die, wo wir am Tag zuvor auch zu Abend gegessen hatten und diesmal schlenderten wir auch ein bisschen durch die Geschäfte.
Nach einiger Zeit riefen wir uns dann einen Uber, der uns nach Downtown fahren sollte. Downtown ist aber sehr groß und so ließ er uns an einer Kreuzung raus, an der wir aufgrund des Verkehrs weder vor noch zurück fahren konnten. Und dann waren wir auch schon mitten drin.
Als ich ausstieg erdrückte mich sofort die sengende Hitze und es war super laut. Auf dieser riesigen Kreuzung standen Unmengen an Autos wild durcheinander und man hörte es von überall hupen. Die Bodas (Mopeds) bahnten sich ihren Weg zwischen den Autos hindurch und als Fußgänger musste man hier schon echt aufpassen. Alles war so riesig und ganz anders, als ich es bisher gesehen hatte. Schließlich war es auch die erste afrikanische Großstadt, die ich gesehen habe. Wir retteten uns auf einen Fußweg an der Seite und ich schaute mich beeindruckt um. Die Gebäude um mich herum ragten dem Himmel empor, was ich so von Kemondo, wo ich wohne, überhaupt nicht gewöhnt bin. Massen an Menschen waren hier unterwegs und es roch nach Abgas und Schweiß. Wir gingen einige Meter und überall waren so viele neue Eindrücke, die ich auf mich wirken ließ. Es gab Geschäfte am Straßenrand und teilweise auch „Einkaufszentren“, wo man reingehen konnte, die man sich aber eher wie ein Parkhaus vorstellen kann, dass ein paar Ebenen hat.
Aber nicht nur an den Straßenrändern sondern auch auf der Straße standen Holzgestelle mit einem Brett drauf worauf sich verschiede Waren befanden. Alle Menschen liefen gefühlt Slalom darum und dann hörte ich es auf einmal hupen und entdeckte, als ich mich umdrehte, ein Auto hinter mir. Ich ging ein Schritt zur Seite und der Seitenspiegel streifte meinen Arm. Als ich mich gerade fragte, wie das Auto hier durchfahren kann, weil doch auch Stände in der Mitte stehen, hatten 2 Männer den „Stand“ auch schon zusammengeklappt und an den Rand getragen. Nachdem das Auto ein bisschen weiter gerollt war, wurde der Stand wieder aufgebaut. In dem ganzen Trubel hatten wir Mühe und Not uns vier nicht zu verlieren. Von überall priesen Leute durch lautes Gerufe ihre Ware an und teilweise wurden mir Produkte während ich lief direkt vor die Nase gehalten oder ich wurde kurz am Arm festgehalten.
Schließlich hatten wir eine Kreuzung erreicht, wo ausnahmsweise kein Stau war. Man konnte ein bisschen aufatmen aber voll war es immer noch. Unser Ziel war ein Second Hand Laden, zu dem wir 2 Etagen Treppen emporsteigen mussten, die sich außen an dem Gebäude befanden. Der Secondhand-Laden war relativ gut sortiert und wir wurden auch alle fündig. An diesem Tag kostete jedes Teil sogar nur 2.000 Tsh was umgerechnet ca. 70ct sind. Von dem ganzen Shopping waren wir dann schon wieder relativ hungrig geworden und so liefen wir noch ein paar Etagen in dem Gebäude hoch bis wir schließlich auf einer Dachterasse ankamen, wo sich ein Restaurant befand. Wir bestellten und genossen die „Ruhe“ bzw. die Tatsache, dass das Gehupe und sonstige Geräusche einige Meter unter uns waren.
Nach einem sehr leckeren Mittagessen machten wir uns auf zur National Mosque, also zu der nationalen Moschee. Unterwegs kauften wir noch Bustickets für die Jungs, die am nächsten Tag zurück fahren würden.
An der Moschee angekommen bestaunten wir erstmal das mächtige Gebäude. Wir organisierten uns eine Führung, doch zunächst mussten sich Margarethe und ich erstmal verschleiern. Wir bekamen bunte Tücher um Hüfte und Kopf gebunden und dann konnte es losgehen. Ein Guide gab uns vieren eine kleine Führung die ca. eine Stunde ging und echt sehr interessant war. Die Moschee ist die größte in Ostafrika und bietet Platz für über 15.000 Menschen.
Wir stiegen dann noch die vielen Treppen des Minaretts hoch und genossen eine wunderbare Aussicht über Kampala. Da die Aussicht so schön war und die Sonne langsam begann unterzugehen beschlossen wir im Anschluss zu einem Rooftop-Restaurant zum Abendessen zu gehen.
Dort angekommen hatten wir wieder einen wunderschönen Ausblick und Margarethe und ich schlürften einen Cocktail. Es war wirklich richtig schön und nach einem leckeren Abendessen fuhren wir zurück zur unserer Unterkunft, nur um wenig später nochmal loszuziehen.
Es dauerte nicht lange bis wir an einer Location mit Livemusik vorbeikamen. Wir nahmen Platz und genossen die gute Musik und die Tänzer, die sich dazu bewegten. Das war echt richtig cool und somit insgesamt ein sehr gelungener letzter Abend mit den Jungs.
Nach nur wenig Schlaf verabschiedeten sich Margarethe und ich am nächsten Morgen von den Jungs und ließen uns mit einem Uber zu einem Sammelplatz für Daladalas fahren. Dort angekommen fragten wir rum, welches Dala Richtung Entebbe fahren würde. Daladalas sind ja Kleinbusse welche oft erst losfahren, wenn sie relativ voll sind. Wir konnten nur ein Dala finden, dass in unsere gewünschte Richtung fahren sollte, nur leider saß noch keine einzige Person drin. Wir warteten über eine halbe Stunde aber es kam keine weitere Person, die mitfahren wollte. Wir konnten aber nicht noch Ewigkeiten warten, da das Seminar zu einer bestimmten Uhrzeit losgehen sollte. Als wir den Dala-Fahrer nach einer Alternative fragten schlug er vor, dass wir einfach alle Sitzplätze bezahlen könnten und dann würde er uns fahren. Das war uns allerdings viel zu teuer. Wir recherchierten in der Uber-App wie teuer die Fahrt bis zu dem Gästehaus unseres Seminars mit dem Uber sein würde. Da das auch relativ teuer war, verhandelte ich so lange mit dem Dala-Fahrer bis er uns einen besseren Preis machte. So hatten wir dann das ganze Daladala für uns und fuhren die 40 Minuten bis zu dem Gästehaus, was in der Einladung stand. Es war schon verrückt nur zu zweit in dem Dala zu sitzen, da es immer ca. 15 Sitzplätze gibt und im Normalfall sogar mindestens 20 Leute mitfahren. Dementsprechend hatten wir es sehr gemütlich.
Am Gästehaus angekommen wurden wir sehr herzlich begrüßt und Margarethe und ich bezogen ein Doppelzimmer. Mehr zum Seminar und generell noch zu unserer Zeit in Uganda gibt es nächste Woche zu lesen.













































































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